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István Pávai

Interethnische Beziehungen in der volkstümlichen Tanzmusik Siebenbürgens

 

Sind wir bestrebt, die interethnische Beziehungen auf dem Gebiet der volkstümlichen Tanzmusik zu untersuchen, sollten wir zunächst Antwort auf folgende Fragen suchen: zu welchen ethnischen Gruppen gehören diejenige, die diese Musik aufführen, die zu dieser Musik tanzen, bzw. verfügt die Musik selbst, oder ihre Einzelbestände über gewisse ethnische Besonderheiten?

Die exakte Bestimmung der ethnischen Zugehörigkeit der Bevölkerung bereitet sogar den, mit professionellem Apparat ausgestatteten ämtlichen Statistikern ernsthafte Schwierigkeiten, und das trotz der Tatsache, daß die vom Staat angeordnete Volkszählung durch jene Rechtsnorm vereinfacht wird, welche das freie Eingeständnis als entscheidendes Kriterium betrachtet. Die wahre Zugehörigkeit kann nämlich in vermeintlichem oder realem Interesse des Bürgers verheimlicht werden. In solchen Fällen ist in den amtlichen Bezeigungen eine Mißhelligkeit zwischen den Angaben der Nationalität, der Muttersprache sowie der konfessionellen Zugehörigkeit zu beobachten. Gestatten sie mir in diesem Zusammenhang eine meiner frischen Erlebnisse zu schildern. Anläßlich der im Januar 1992 durchgeführten Volkszählung hat unter Versprechung einer kostenlosen Verteilung der durch westliche Unterstützung erworbenen Medikamente der Bezirksartzt in Tatrang (Komitat Kronstadt) die ortsansässigen Zigeuner dazu bewegt, sich als Rumänen registrieren zu lassen.

Außer Herstellung einer solchen konkreten, unmittelbaren Beteiligung gibt es auch spontane Formen, hauptsächlich im Umkreis der Zigeuner. Im Bewußtsein der siebenbürgischen Zigeuner wie auch Nicht-Zigeuner lebt dieselbe Kategorisieung fort, laut welcher die unter anderen ethnischen Gruppen seßhaften sgn. heimischen Zigeuner in drei Gruppen zerlegt werden können: ungarische Zigeuner, rumänische Zigeuner und sächsische Zigeuner. Wegen der massenhaften Auswanderung der siebenbürgischen Sachsen im letzten Jahrzehnt droht die Kategorie der sächsischen Zigeuner allmählich zu verschwinden. Einige Zigeunermusiker auf dem Lande sind jedoch heute noch stolz darauf, daß ihr Vater ein sächsischer Zigeuner gewesen ist. In ihrer Denkweise bedeutet die Reihenfolge sächsischer, ungarischer und rumänischer Zigeuner eine Art Hierarchie. Die ungarischen Zigeuner in Siebenbürgen leben im Umkreis der dortigen ungarischen Bevölkerung, nebst ihrer Zigeuner-Muttersprache verwenden sie die ungarische als zweite Sprache, und sind bemüht, mit den Ungarn auch kulturell zu verschmelzen. Ihre Religion fügt sich meistens ebenfalls der einer ungarischen Gemeinde an. Im Fall der rumänischen und sächsichen Zigeuner ist dieselbe Tendenz in Richtung zum rumänischen, bzw. sächsischen Ethnikum zu merken.

Keine der nacheinanderfolgenden Machtsysteme hat die Zigeuner als gleichberechtigte Bürger angesehen, sie wurden stets als Bürger sekundärer Qualität toleriert. Dies war der eigentliche Grund dafür, daß sie – sich immer der örtlichen Mehrheit anfügend – in den drei erwähnten Kategorien Zuflucht suchten. In solchen Ortschaften, wo zwischen den zwei oder drei anerkannten ethnischen Gruppen Gleichgewicht herrschte, haben sich die Zigeuner selbstverständlich für die staatenbildende Gemeinschaft entschieden.

Zufolge der historischen Machtübernahmen, sowie des recht häufigen Wechseln der Anpassungsstrategie sind in Siebenbürgen nebst der erwähnten Zigeuner-Ethniken zur Zeit auch weitere Völkergruppen zu finden. Es gibt z. B. Gemeinschaften, deren Mitglieder sich selbst als Rumänen oder Ungarn behaupten, die Zigeunersprache nicht beherrschen, von den anderen trotzdem als Zigeuner betrachtet werden. In diese Kategorie gehört z. B. ein Teil der Zigeunerbevölkerung im Szeklerland. Ein Zigeunermusiker in einer Ortschaft bei Hamruden (Homoród) gab auf meine Frage, ob hier die Zigeunersprache noch beherrscht wird, folgende Antwort: "Um Gottes Willen! Wir sind Ungarn. Nur die Ungarn behaupten, wir seien Zigeuner". Im volksmusikalischen Repertoire der madjarisierten Zigeuner im Szeklerland sind reichlich Melodien zu finden, welche zur archaischen Schicht der ungarischen Volksmusik gehören. Am Anfang unseres Jahrhunderts wurden diese noch bei den Szeklern eingespielt, trotzdem läßt sich in unserer Zeit von ihnen im Repertoire der Szekler keine Spur mehr zu finden; sie werden sogar als Zigeunerweisen bestempelt, obwohl sie nie in Zigeunersprache, sondern nur ungarisch erklingen.

Zur Zeit der kommunistischen Machtherrschaft wurden in Siebenbürgen die Kinder der ungarischen Zigeuner des öfteren durch behördliche Verfügung, ohne Vereinbarung mit den Eltern in rumänischsprachige Klassen verwiesen, infolgedessen ist auf solchen Gebieten, wo die Zahl der Ungarn (und dadurch auch ihr sprachlicher und kultureller Einfluß) ohnehin niedriger war, nach etlichen Generationswechseln bei evtl. Beibehaltung der ursprünglichen Konfession die Zweisprachigkeit zigeuner-ungarisch von einer zigeuner-rumänischen verdrängt worden. Aus diesem Grund lassen sich z. B. in der Region der Mezõség (des "Gefilde") Zigeuner zu finden, die zwar die ungarische Sprache nicht beherrschen, aus konfessioneller Sicht jedoch zur Gemeinde der reformierten Ungarn gehören. Zu dieser Kategorie zählen auch die jüngeren Generationen der in ungarischen Gemeinschaften ebenfalls auftretenden Zigeunermusiker der erwähnten Region.

Nach dem Umbruch in Rumänien im Dezember 1989 hatte man den Eindruck, das Zigeunertum könnte nun den Weg zur Organisierung eines selbständigen Ethnikums einschlagen. Vorläufig scheinen jedoch die in den vergangenen Epochen entwickelten interethnischen Kraftlinien noch stärker zu wirken, lediglich der Unsicherheitsfaktor dürfte etwas höher liegen. In dem im März 1990 ausgebrochenen rumänisch-ungarischen Zusammenstoß in Neumarkt am Mieresch haben sich die dortigen Zigeuner spontan auf die Seite der Ungarn gestellt. Bei den Kommunalwahlen 1992 hat dagegen die Leitung des Zigeunervebandes ihre Mitglieder dazu aufgerufen, ihre Stimmen für den Kandidaten der Partei der Rumänischen Nationaleinheit abzugeben. (Angaben über die neuesten Wahlergebnisse sind mir nicht bekannt.)

All dies dürfte den Anschein erwecken, daß für die Kompliziertheit der interethnischen Beziehungen der siebenbürgischen Bevölkerung allein jene Volksschicht zur Verantwortung herangezogen sein müsste, welche über die größte geographische Mobilität verfügt. Die Lage sieht jedoch keineswegs so einfach aus, jedes Ethnikum hatte in den Prozessen eine bestimmte Rolle zu erfüllen müssen. Die ersten Schichten der später als Sachsen bezeichneten Bevölkerung wurden um die Mitte des 12. Jahrhunderts vom ungarischen König Géza II. aus dem mittelrheinischen Gebiet, aus Luxemburg und der Mosel-Gegend auf die südlichen Gebiete Siebenbürgens, sowie längs der Flüsse Maros und Szamos übersiedelt. Um die Wende des 12-13. Jahrhunderts kamen neue Kolonisten angesiedelt, die sich diesmal in der Umgebung von Bistritz sowie im Burzenland niederließen. Zur Ersetzung des während des Tatarensturmes sich verringernden Bevölkerung hat König Béla IV. Sachsen ins Land gerufen. Mit der Zeit haben diese unter den siebenbürgischen Völkern deutschen Ursprungs die Führung übernommen, und infolgedessen konnte die Bezeichnung "Sachsen" als Sammelname für sämtliche deutschsprachige Gemeinschaften in Siebenbürgen Wurzel fassen. Den Kriegszügen des 17-18. Jahrhunderts sind auch zahlreiche Mitglieder der sächsichen Bevölkerung zum Opfer gefallen. Viele unter ihnen wurden in den westlichen Gebieten Siebenbürgens madjarisiert. Zur Ergänzung der ausgerotteten Bevölkerung sind zur Zeit der Herrschaft Maria Theresia's österreichische Ländler angesiedelt worden. Um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde schließlich die ohnehin mannigfaltige ethnische Zusammenstellung der siebenbürgischen Sachsen durch Deutschen aus Württemberg erweitert.[1]

Obwohl die Volkssprache der siebenbürgischen Sachsen viel mehr der luxemburgischen, als der deutschen Schriftsprache ähnelt,[2] machte die im Zeitalter des romantischen Nationalismus auf deutschen Universitäten geschulte sächsische Intelligenz die Verbreitung der deutschen Schriftsprache, sowie die Idee der kulturellen Verbindung zum Mutterland geltend. Diesem zufolge wurde ein von oben überwachter Kulturwechsel im Umkreis der siebenbürgischen Sachsen vollzogen, von dem sich auch die traditionelle Tanzkultur dieser Bevölkerung betroffen fühlte. Über diesen Übergangsprozeß stehen uns jedoch verhältnismäßig wenig Informationen zur Verfügung. Die sächsichen Volkstänze wurden nämlich von Seite der wissenschaftlichen Forschung stets außer Acht gelassen, und die Aufgabe verspricht heute immer weniger Erfolg, nicht allein wegen der maßenhaften Auswanderung, sondern auch darum, weil in diesem Fall die Auseinanderhaltung der Elemente des Survivals und Revivals eine überaus komplizierte Aufgabe darstellt. Sogar noch in den 70-er Jahren unseres Jahrhunderts bin ich an einen sächsichen Intellektuellen geraten, der den Tanz der sächsichen Dorfeinwohner als "unrichtig" mißbilligte, und ihnen das Repertoire an Hand von Büchern aus Deutschland beizubringen suchte. Nichtsdestoweniger dürften die Sachsen eine bedeutende Rolle in der siebenbürgischen Verbreitung der ab dem 17. Jahrhundert populär gewordenen westeuropäischen Contredansen, bzw. der bürgerlichen Gesellschaftstänze spielen, die schließlich einen derartigen Grad der Assimilierung in der rumänischen und ungarischen Folklore erlangten, daß ihre fremde Herkunft allmählich in Vergessenheit geriet. Die Bezeichnung ºtraiere bedeutet in den Ortschaften um Töplitz z. B. unter anderem einen mehrgliedrigen deutschartigen Tanzzyklus, bei dem selbst der Name keineswegs als fremd empfunden wird. Hören wir uns nun die erste Melodie aus diesem Zyklus an, deren letzte Periode in ganz Siebenbürgen als Zwischenspiel ungarischer und rumänischer Tänze bekannt ist.

 

1. Klangbeispiel.

a) ªtraiere. Marosoroszfalu [Russ, Oberes Maros-Ufer]; b) Sûrû csárdás ["dichter Tschardasch"]. Magyarpalatka (Mezõség-Gefilde)

 

Die Erschließung und Identifizierung der zahlreichen bei den Ungarn Wurzel gefassten Melodien deutschen Ursprungs, hauptsächlich in Hinsicht der volkstümlichen Tanzmusik repräsentiert eine der rückständigen Aufgaben der interethnischen Forschung.

Das rumänische und ungarische Ethnikum rückte im Laufe des jahrhundertelangen Zusammenlebens nicht nur dadurch aneinander, daß beide Elemente der griechischen, deutschen, armenischen, slawischen, jüdischen sowie zigeuner Kultur in sich aufnahmen, sondern auch wegen der intensiven gegenseitigen Vermischung. Im Kreise der siebenbürgischen Rumänen sind zahlreiche als ungarisch anerkannte Familiennamen zu finden,[3] auf dem homogänsten ungarischen Gebiet Siebenbürgens, im Szeklerland kommen wiederum ebenso Namen rumänischer Herkunft vor. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien nun einige historische Angaben bezüglich des ethnischen Wechsels aufgeführt. In Siebenbürgen vor der Reformation mußte das katholische Ungartum nebst der Feudalläste für die Fronherren auch der Kirche den Zehnten abgeben, wobei die orthodoxen Rumänen lediglich für die Zahlung des sgn. "Schaffünfzigstels" verpflichtet waren. Dieser Situation zufolge gewann die ärmere Schicht der ungarischen Bevölkerung Interesse, zur Orthodoxie überzutreten, da sie dadurch gewisse ökonomische Vorteile für sich erhoffen durfte. Dies führte wiederum dazu, daß die Mehrheit der Konvertierten allmählich ihre ethnische Zugehörigkeit und Muttersprache aufgab, um sich den anderen Sitten der neuen selbsterwählten Gemeinschaft anpassen zu können. 1345 beauftragte Papst Klemens VI. den Orden der siebenbürgischen Franziskaner mit der Bekehrung der, dem byzantinischen Ritus folgenden rumänischen Bevölkerung zum katholischen Glauben. Obwohl dieses Bestreben vom König Ludwig des Großen auch durch Machtmittel unterstützt wurde, blieb die Konvertierung trotzdem erfolglos. Grund für den Mißerfolg ist gerade darin zu suchen, daß der katholische Klerus die strenge Einhaltung der Zehntenabgabe nicht lockern wollte, bei der Orthodoxie dagegen eine solche Verpflichtung unbekannt war. Die rumänische Bevölkerung in Siebenbürgen wurde erst in der Zeit nach der Niederlage bei Mohatsch zur Einzahlung des Zehntens verpflichtet, ihre finanzielle Lage ist jedoch in Siebenbürgen trotzdem viel günstiger geblieben, als auf dem Gebiet südlich der Karpaten. Dies bezeugen auch jene drei Bittgesuche, welche von den walachischen Woiwoden am Ende des 17. Jahrhunderts beim Fürsten Apafi hinsichtlich der wegen der schweren Steuerpflicht nach Siebenbürgen überlaufenen rumänischen Dörfern eingereicht wurden.[4]

Das Bewußtsein der in Dorfgemeinschaften lebenden, verschiedenen ethnischen, sprachlichen und konfessionellen Gemeinschaften angehörenden Bevölkerung wurde verwirrt von dem seit dem 18. Jahrhundert immer stärkeren, für die Herausbildung des nationalen Bewußtseins durch die Intelligenz geführten politischen Kampf zwischen den ethnischen Gruppen. Diejenige, die aus Mischehen stammten, oder aus anderen Gründen zweier ethnischen Gruppen angehörten, wurden immer stärker dazu bewegt, mit der Ortsmehrheit zu verschmelzen. Im 19-20. Jahrhundert, von der politischen Zugehörigkeit Siebenbürgens abhängig waren Tendenzen der staatlich überwachten Germanisierung, Madjarisierung und schließich Rumänisierung zu spüren. Von den Konsequenzen dieser Einflüße sei nun ein wenig beachtetes Beispiel erwähnt.

Trotz der allgemein verbreiteten regionalen Ansicht in Siebenbürgen, wer der orthodoxen Konfession angehört, ist notwendigerweise auch Rumäne, haben sich bis zu unserem Jahrhundert auch ungarische Diasporen orthodoxen Glaubens erhalten. Ihre Kirchen wurden schon früher unter die Aufsicht des rumänischen Bistums gestellt, ihre Priester haben jedoch das Wort ungarisch verkündet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schätzte Balázs Orbán die Zahl der Szekler orthodoxen Glaubens auf 30 000.[5] Nach dem ersten Weltkrieg wurden diese von den rumänischen Behörden als madjarisierte Rumänen angesehen, und in dem man ihnen in den Schulen sowie der Kirche ausschließlich die rumänische Sprache erlaubte, begann der Prozeß ihrer "Re-Rumänisierung". Durch diese Verordnungen sind viele unter ihnen auf heute bereits zu Rumänen geworden, andere gerieten wiederum in eine Identitätskrise. In einem dieser kleinen Dörfer, wo es keine katholische oder protestantische ungarische Bevölkerung gibt, welche zur Verbreitung der ungarischen Sprache beitragen könnte, hat sich ein junger Ortsbewohner folgendermaßen geäußert: "Wir sind Rumänen, sprechen aber alle ungarisch, wie wir es von den Alten gelernt haben." Es ist von Interesse, daß in diesen Ortschaften die mit dem Hochzeitsritual verbundenen Texte nicht allein in der Kirche, sondern ebenso im Hause des Bräutigams und der Braut rumänisch rezitiert, die an Hochzeiten oder anderen Tanzveranstaltungen dagegen die ungarischen Tänze getanzt werden, die rumänische Tanzweisen aber gänzlich unbekannt sind. Bei den sgn. Tafelfesten (ohne Tanz) werden auch ungarische Tafelgesänge vorgetragen, aus dem rumänischen Repertoire jedoch lediglich die in Bürgerkreisen verbreitete städtische Lieder gesungen, das altrumänische Melodiebestand ist unbekannt.

In Siebenbürgen brachte nun das Zusammenleben verschiedener ethnischen Gruppen eine komplizierte, vielschichtige Lage zur Entstehung, in welcher der Zustand zwischen zweier oder mehreren Ethniken, das durch die Simultaneität verschiedener Muttersprachen, Konfessionen, Nationalitäten hervorgerufene Unsicherheit des Identitätsbewußtseins nicht mehr als sporadische Erscheinung zu betrachten ist. Auf dem Gebiet der volkstümlichen Tanzmusik ist dieser Zustand noch intensiver zu spüren, der Tanz und die Instrumentalmusik ist ja auch unabhängig von der Sprache zu übernehmen. Es steht fest, daß sich die Tänze und die mit diesen verbundene Melodien durch Jahrhunderte Europa-weit in modischen Strömungen verbreitet haben.[6]

Zur Verwischung der ethnischen Sonderlichkeiten in Siebenbürgen hat auch jene Tatsache beigetragen, daß die volkstümliche Tanzmusik meistens von professionellen Zigeunermusikern aufgeführt wurde. Infolgedessen haben sich ganze Musikerdynastien etabliert, welche unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit eine Region mit Tanzmusik versorgten. Aus finanziellem Interesse war es für sie notwendig, die ältesten Melodien, wie auch die Produkte der neuesten Modeströmungen zu kennen.[7] Gleichzeitig könnten einst in Siebenbürgen einige, ausschließlich aus Juden bestehende, verschiedenen musikalischen Bedürfnissen entsprechende Ensembles wirken. In dieser Hinsicht weisen die konkrete Spuren in Richtung Máramaros hin. Im mittleren Teil Siebenbürgens finden wir uns an mehreren Orten mit dem Ausdruck jüdische Bratsche gegenübergestellt, mit welchem die selten benutzte, nicht mit drei, sondern vier Saiten und einem gerade geschnittenen Saitenstutzfuß ausgestattete Bratsche bezeichnet wird. Die Stimmung dieses Instrumentes ist c g d a, ähnlich wie bei der in der klassischen Musik verwendeten Bratsche, allerdings mit dem Unterschied, daß die Saiten g und a um eine Oktave tiefer gestimmt werden. Die Bezeichnung dürfte sicherlich das Andenken an die jüdischen Musiker bewahren.

Unter den professionellen Dorfmusikanten bedeutet übrigens die nationale Zugehörigkeit keine sachkenntlichen Unterschiede (die Kategorie der "Professionellen" beizieht sich selbstverständlich nicht auf die aus Liebhaberei spielende Bauernmusikanten).[8] Aus dieser Sicht dürfte demnach jene statistische Angabe irreführen, wonach die Mehrheit der Volksmusiker der Zigeuner Bevölkerung entstammt, es sind ja ebenso hervorragende Primaten ungarischer und rumänischer Abstammung bekannt. Dieselbe Feststellung gilt auch hinsichtlich des harmonischen Gefühls: unter den zweiten Geigern bzw. Baßgeigern Zigeuner Abstammung tauchen ebenso einige mit "Schweinsohren" auf, und zugleich lassen sich auch unter den Ungarn oder Rumänen solche zu finden, die traditionsmäßig spielen. In Siebenbürgen kommen übrigens ausschließlich aus Ungarn oder Rumänen bestehende professionelle instrumentale Dorfensembles nur selten vor. Meistens spielt ein ungarischer oder rumänischer Primas, zweiter Geiger, oder Baßgeiger mit Zigeunern zusammen. An Hochzeiten werden sie dann von den Beteiligten alle scherzhaft als Zigeuner bezeichnet, was ahnen läßt, daß das Wort Zigeuner in diesem Zusammenhang als ein Synonym für Musiker, Musizierender auftritt, was wiederum signalisiert, daß im Allgemeinbewußtsein diese Beschäftigung in erster Linie mit dem Zigeunerethnikum verbunden ist.

Nebst den gemeinsamen Musikern haben auch die gemeinsame Tanzveranstaltungen die Entfaltung zwischenethnischer musikalischer Verbindungen unterstützt.[9] Diese haben bei den anläßlich der ziemlich oft beschlossenen Mischehen organisierten Hochzeitsfesten stattgefunden. Ein zweiter Grund für dies war jene Tatsache, daß in den kleineren national vermischten Ortschaften die Zahl der zu einer Nationalität gehörenden Jugendlichen zu klein war, um die traditionellen Tanzveranstaltungen an Wochenenden separat zu halten.[10] In größeren Ortschaften waren die Tanzveranstaltungen getrennt gehalten, des öfteren wurden jedoch Mitglieder anderer Nationalitäten eingeladen.[11] Zu diesen Anläßen bot sich erneut die Möglichkeit, die Tänze der anderen Gruppen gegenseitig zu erlernen.

Die rumänische und ungarische Tänze der ausgedehnten Region des siebenbürgischen Mezõség ("Gefilde") unterscheiden sich viel weniger voneinander, als z. B. die Tänze der Rumänen des Mezõség von den der avaser (???) Rumänen. Bartók stellte über die rumänische Volksmusik fest, daß sie "nicht einheitlich, sondern auf kleineren-größeren Gebieten manchmal durchaus verschiedenen, sogar sich gegenseitig wiedersprechenden Charakters sei."[12] Aus diesem ist darauf zu schließen, daß der Tanz und die Tanzmusik nicht zu den bestimmenden kulturellen Eigenschaften eines Ethnikums zählen. Es ist jedoch überraschend, wie oft und auf welch ausgedehntem Territorium jene, zu gewissen ethnischen Gruppen verweisende Tanzbezeichnungen vorkommen. Die auf diese Weise benannten Tänze erscheinen allerdings im Repertoire mehrerer Ethniken, und es kommt auch vor, daß gerade diejenigen, auf denen sich der Name bezieht, am Tanzen nicht beteiligt sind. Im Umkreis der Rumänen auf dem nordöstlichen Gebiet des Mezõség ist ein Paartanz namens ungureºte oder de ungurime bekannt, was etwa den Attributen "madjarisch", "aus ungarischer Gegend" entspricht. Dieser Tanz ist jedoch bei den Ortsansässigen, bzw. der auf den benachbarten Gebieten lebenden ungarischen Bevölkerung unbekannt. Auf seine Varianten weit langsameren Tempos werden in Seck sowie in der Umgebung von Szépkenyerûszentmárton unter der Bezeichnung magyar [madjarisch] ein Vierer-Reigen, bzw. als ritka magyar [dünner madjarisch] ein Burschentanz getanzt.

 

3. Klangbeispiel. De ungurime. Groß-Eidau (Kolozsnagyida), aus der Gegend um Bistritz (Beszterce)

 

Auf dem mittleren Gebiet des Mezõség wird z. B. der langsame Zigeunertanz von den Ungarn, nicht aber von den Zigeunern vorgeführt. Die hiesigen Rumänen kennen wiederum einen ähnlichen Tanz, der oft aus Melodien besteht, die mit den des ungarischen übereinstimmen, in diesem Fall unterscheidet sich die Musik der beiden Tänze lediglich im rhythmischen Bereich. Für die ortsansässigen Ungarn und Rumänen ist es klar, welcher Tanz rumänischer und welcher ungarischer Prägung ist, der Außenseiter kann dies natürlich nur schwer beurteilen:

 

4. Klangbeispiel. Langsamer asymmetrischer Paartanz. Magyarpalatka (Mezõség).

a) Ungarische Version; b) Rumänische Version

 

Im Repertoire der Ungarn sind nebst der Tanzbezeichnungen magyar, magyaros [madjar,madjarisch] sowie deren Derivate folgende Tanztypen zu finden: Zigeunertschardasch, Deutscher Tanz, Walachentanz, Russischer Werbungstanz, Szászka [Sächslein], Judentanz.[13] Der Name korcsos (rumänisch: corcioºa, "Krüppeltanz") weist darauf hin, daß der Tanz oder dessen Musik, evtl. beide Komponenten auf dem betreffenden Gebiet als ethnisch vermischt empfunden werden. Gelegentlich dürfte es sich tatsächlich um eine Vermischung handeln, es ist aber auch möglich, daß z. B. die Ungarn etwas als fremd deuten, was ursprünglich Teil der ungarischen Tanzkultur bildete, und erst später von den Rumänen oder Zigeunern übernommen wurde. Der korcsos bezeichnet meistens einen Dreh-Paartanz, welcher am mittleren Lauf des Flußes Kis-Küküllõ unter dem Namen féloláhos (Halbwalachentanz) bekannt ist. Allein diese Bezeichnung deutet bereits auf ethnische Vermischtheit hin. Die Struktur der folgenden als "Halbwalachentanz" bekannten Melodie ist bezeichnend für die neuere Schicht der ungarischen Volkslieder sowie einen Teil der ungarischen Kunstlieder, als "rumänisch" wird offensichtlich die leichte rhythmische Asymmetrie empfunden. Der Text handelt vom Lajos Kossuth, in dessen Gestalt sich die Idee des ungarischen Unabhängigkeitskampfes offenbart:

 

5. Klangbeispiel. Féloláhos - Halbwalachentanz (Kossuth Lajos azt üzente...) Grubendorf (Szászcsávás, am Küküllõ-Lauf)

 

Im Repertoire der Rumänen erscheinen nebst den auf das eigene Ethnikum hinweisenden Bezeichnungen romãneasca, romãneºte weitere Tanznamen, welche Verweisungen auf Zigeuner, Ungarn, bzw. auf dem transkarpatischen Gebiet Rumäniens auf Bulgaren, Polen, Russen, Armeniern, Serben, Türken und Juden in sich tragen.[14] Diese Bezeichnungen bedeuten selbstverständlich nicht, daß die betreffenden Tänze und Tanzmelodien tatsächlich Schöpfungen jenes Ethnikums darstellen, wessen Namen sie tragen. Es geht viel mehr darum, daß diese im gewissen Stadium der wechselhaften Entwicklung der Volkskultur als typische Merkmale bestimmter ethnischer Gruppen empfunden wurden. Im Laufe der späteren Zeit stabilisiert sich die Bezeichnung in dem Maße, daß bei der Aussprache niemand mehr auf ihre ursprüngliche Bedeutung denkt, sondern lediglich auf den Tanz oder die Musik, welche sie andeutet.

Es ist interessant, den Weg bestimmter, Europa-weit seit langem bekannten Melodien in der musikalischen Begleitung der Tänze verschiedener Ethniken zu verfolgen, wo der Melodie und dem Tanz unterschiedliche ethnische Provenienz zugesprochen wird. Auf die Melodie des russischen Werbungstanzes der Ungarn in Felcsík[15] wird bei den Rumänen in der Moldau ein cãluºar,[16] in der Gegend um Udvarhely wiederum ein Halbwalachentanz getanzt,[17] wobei die Melodie einen ungarischen Text erhält. Diesmal bezeichnet jedoch der Halbwalachentanz einen Männertanz, und keinen Paartanz. Von den historischen Parallelen des Melodietyps[18] sei der Tanz des Lázár Apor aus dem Codex Caioni,[19] bzw. als ein, in Zeit und Raum noch weiter entferntes Beispiel das Stück Air des Bouffons von Arbeau aus dem 16. Jahrhundert erwähnt:[20]

 

 

 

Die musikalische Wechselwirkung kann sich auf einzelne – oder auch mehrere –Bestandteile der Volksmusik (Melodik, Rhythmus, Form), sowie auf deren verschiedene Kombinationen beziehen, läßt aber auch den Text, die Funktion, bzw. die Besonderheiten der Interpretation keineswegs außer Acht. Sollten vom Einfluß zugleich sämtliche Bestandteile betroffen sein, ist dies als Übernahme einer vollständigen Folkloreschöpfung zu werten. Die partiellen Einflüsse gewähren jedoch tieferen Einblick ins kulturelle Leben der zusammenlebenden Völker, und eine Erklärung für diese findet sich in der gegenseitigen Vermischung ethnischer Gruppen, in dem vom Zusammenleben geprägten spontanen Kulturaustausch, sowie in der Vermittlungsrolle der Einzelpersonen und Gemeinschaften ungewisser ethnischer Zugehörigkeit. Die Vorstellung der bis zu den musikalischen Bestandteilen der Tanzmelodien eindringenden komplizierten interethnischen Einflüsse würde den Rahmen dieses Vortrags sprengen. Zum Schluß sei lieber ein Sonderbeispiel dieser Einflüsse auf vollständige Melodien und Tänze aufgeführt. In Johannisdorf (Vajdaszentivány) bei Neumarkt am Mieresch erfolgt die Gestaltung der Tänzerzyklen nicht nach dem Prinzip der ethnischen Zugehörigkeit, es gibt also keine ungarische, rumänische, oder zigeuner Tanzordnung, wie es sonst meistens der Fall ist.[21] In den drei Bevölkerungsgruppen wird dasselbe Tanzrepertoire gepflegt, in welchem die ungarischen, rumänischen und zigeuner Tänze, sowie Tänze, die traditionell diesen Ethniken zugewiesen, bzw. als Gemeingut oder als Dokument ethnischer Vermischtheit angesehen werden, gleichsam einen festen Platz erhalten.

Die Tanzordnung in Johannisdorf wird mit dem Werbungstanz, auf rumänisch bãrbunc eingeleitet, diesem folgen dann die magyar forduló ("ungarische Runde") und Tschardasch, der auf ethnische Vermischung hinweisende korcsos, auf rumänisch corcioºa ("Krüppeltanz"), der Zigeunertschardasch, in Zigeunersprache hutaïi und schließlich die rumänische bãtuta, in der örtlichen ungarischen Aussprache als batuka genannt. Vom letztgenannten stimmt lediglich die Musik mit dem schnellen Paartanz der weiter entfernten, rein rumänischen Ortschaften überein. Die Einheimischen pflegen dagegen zu dieser Musik die zu Beginn des Zyklus bereits vorgeführte Runde zu wiederholen. In Johannisdorf beenden demnach die Ungarn, Rumänen und Zigeuner gleichsam mit der zur Melodie der rumänischen bãtuta getanzten ungarischen Runde den Tanz. Es handelt sich um einen äußerst interessanten Fall der interethnischen Wechselwirkung, der den Rahmen der spontanen Beziehungen übertrifft, und eine Art bewußter Bestrebung zur "tänzerischen" Versöhnung der im Dorf zusammenlebenden ethnischen Gruppen darstellt. Dieses Thema, wie auch jeder der aufgeführten Gedanken benötigt weiterer Untersuchungen.

Zum Schluß hören wir uns nun eine der Melodien der bãtuta (oder ungarisch batuka) aus Johannisdorf an.

 

6. Klangbeispiel. Johannisdorf (Vajdaszentivány, Oberlauf des Flußes Maros)



[1] Kósa, László: Sachsen. In: Magyar Néprajzi Lexikon [Ungarisches Lexikon der Ethnographie] IV. Budapest, 1981. 566-567.

[2] Sala, Marius - Vintilã Rãdulescu, Ioana: Limbile lumii. [Sprachen der Welt] Bucureºti, 1981. 151.

[3] Iordan, Iorgu: Dicþionar al numelor de familie româneºti. [Wörterbuch der rumänischen Familiennamen] Bucureºti, 1983. 16.

[4] Jancsó, Benedek: Erdély története [Geschichte Siebenbürgens]. Kolozsvár [Klausenburg ], 1931. 49., 66., 172., 174.

[5] Orbán, Balázs: A Székelyföld leírása I-VI. [Beschreibung des Szeklerlandes] Budapest, 1868-1873. IV: 72.

[6] Pesovár, Ernõ: Európai tánckultúra – nemzeti tánckultúrák. [Europäische Tanzkultur nationale Tanzkulturen]. In: Magyar néptánchagyományok [Ungarische Volkstanztraditionen]. 8-10. Budapest, 1980.

[7] Über die Rolle der Zigeuner in der Folklorüberlieferung s. Martin, György: A cigányság hagyományai és szerepe a kelet-európai népek tánckultúrájában. [Traditionen des Zigeunertums und seine Rolle in der Tanzkultur der osteuropäischen Völker]. In: Zenetudományi Dolgozatok [Musikwissenschaftliche Abhandlungen]. Budapest, 1980. 67-74.

[8] Sárosi, Bálint: Hivatásos és nem hivatásos népzenészek [Professionelle und nicht-professionelle Volksmusikanten]. In: Zenetudományi Dolgozatok [Musikwissenschaftliche Abhandlungen]. Budapest, 1980. 75-83.

[9] Lajtha, László: Szépkenyerûszentmártoni gyûjtés. Budapest, 1954. 3-7.

[10] Karsai, Zsigmond: Táncalkalmak és táncos szokások Lõrincrévén. [Tänzeranlässe und Tänzersitten in Lõrincréve]. In: Tánctudományi Tanulmányok. [Tanzwissenschaftliche Abhandlungen] Budapest, 1958. 125.

[11] Kállós, Zoltán: Tánchagyományok egy mezõségi faluban. [Tänzertraditionen in einem Dorf in Mezõség]. In: Tánctudományi Tanulmányok [Tanzwissenschaftliche Abhandlungen] 1963-1964. Budapest, 1964. 238.

[12] Bartók , Béla: Népzenénk és a szomszéd népek népzenéje [Unsere Volksmusik und die Volksmusik der Nachbarvölker]. In: Bartók Béla összegyûjtött írásai I [Gesammelte Schriften Béla Bartóks]. Közreadja [Hrsg.] András Szõllõsi. 403-461. Budapest, 1966. 418.

[13] Martin, György: A néptánc és népi tánczene kapcsolatai. [Der Volkstanz und die Beziehungen der volkstümlichen Tanzmusik] In: Tánctudományi Tanulmányok [Tanzwissenschaftliche Abhandlungen] 1965-1966. Budapest 1967. 143-195; Zoltán Kallós – György Martin: A gyimesi csángók táncélete és táncai. [Tanzleben und Tänze der Tschangos in Gyimes] In: Tánctudományi Tanulmányok [Tanzwissenschaftliche Abhandlungen] 1969-1970. Budapest, 1970. 195-252; Zoltán Kallós – György Martin: Ördöngösfüzes. In: Észak-mezõségi magyar népzene [Ungarische Volksmusik im nördlichen Gebiet des Mezõség] I-IV. Red. Béla Halmos. Budapest, 1985.

[14] Þigãneºte, ungureasca, bulgãreasca, leºeasca, ruseasca, armeneasca, sârba, turceasca, jidocuþa, ovreicuþa. S.: Niculescu-Varone, G. T. – Costache Gãinariu-Varone, E.: Dicþionarul jocurilor populare româneºti. [Lexikon der rumänischen Volkstänze] Bucureºti, 1979.

[15] Russischer Werbungstanz. Mitteiler: László Balog, 56 Jahre alt, ungarischer Zigeunergeiger. Zeit und Ort der Aufnahme: Csíkszentdomokos (Szeklerland, Komitat Csík), 20. März 1980. Aufgenommen von István Pávai.

[16] Cãluºar. Ort der Aufnahme: Moldau. Burada, Teodor T.: Priveliºti ºi datini populare în Moldova. Cãluºarii. [Bilder und Sitten aus Moldau] In: Opere III. Folclor ºi etnografie.. Ed.: Viorel Cosma. Bucureºti, 1978. 209.

[17] Halbwalachentanz. Mitteiler: Elek Benedek, 68 Jahre alt, ungarischer Bauer. Zeit und Ort der Aufnahme: Atyha (Szeklerland, Komitat Udvarhely), 27. Juni 1975. Aufgenommen von István Pávai.

[18] Über die breiteren Beziehungen der Melodiefamilie siehe: Pál Péter Domokos: Beziehungen der Musik des 18. Jahrhunderts in Ungarn zur ungarischen Volksmusik von heute. In: Studia Musicologica VI. Budapest, 1964. 25-37.

[19] Bence Szabolcsi: Tanzmusik aus Ungarn im XVI. und XVII. Jahrhundert. Budapest, 1970.

[20] Arbeau, Thoinot: Orchésographie. Lengres, 1596. 99. (Reprint)

[21] Über die siebenbürgischen Tanzordnungen siehe: Giurchescu, Anca: Despre ciclurile de joc din Ardeal. In: Revista de folclor IV. 1-2. Bucureºti, 1959. 261-278; György Martin: A marosszéki táncciklus. [Der Tanzzyklus aus Marosszék] In: Táncmûvészeti Értesítõ [Tanzkünstlerischer Anzeiger] 1. Budapest, 1970. 103-121; György Martin: A táncciklus – a néptánc legnagyobb formai egysége. [Der Tanzzyklus die größte Formeinheit des Volkstanzes] In: Magyar Zene [Ungarische Musik] XIX. Budapest, 1978. 197-217; Ferenc Pesovár: A magyar nép táncélete. Tánctanulás, táncalkalmak, táncrendezés. [Das Tanzleben des ungarischen Volkes. Tanzlernen, Tanzanläße, Tanzorganisierung ] Budapest, 1978.